TutoKi

Digitaler Tutor zur Entlastung von Lehrern und Unterstützung von Schüler

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Hochschule fĂŒr Gestaltung SchwĂ€bisch GmĂŒnd

2023

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Studentisches Projekt in einem selbstorganisierten agilen 4er-Team. Gemeinsam haben wir UX Research, Konzeption und UI Design verantwortet. Mein Schwerpunkt lag dabei auf Prozess- und Systemlogik und Prototyping.

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Vincent Paul

Alina Zimmermann

Dominik Herrmann

Kevin Schaefer

đŸŽïž TL;DR - Wir haben 


⚠ Problemstellung

Jedes Kind lernt anders – Tempo, Vorkenntnisse, Motivation und Umfeld unterscheiden sich spĂŒrbar. In einer idealen Welt bekĂ€me jedes Kind genau die Zeit und Zuwendung, die es braucht. In der RealitĂ€t treffen LehrkrĂ€ftemangel, große Klassen und viele Nebenaufgaben aufeinander: In einer 45‑Minuten‑Stunde mit 30 SchĂŒler:innen bleiben rein rechnerisch höchstens 1,5 Minuten pro Kopf – und davon gehen noch Hausaufgabenkontrolle, Organisatorisches und VerspĂ€tungen ab. Ergebnis: Persönliche UnterstĂŒtzung fĂ€llt zu kurz, stille oder unsichere Kinder rutschen leichter durch, LernlĂŒcken bleiben lĂ€nger unentdeckt und Unterricht wird reaktiver statt vorausschauend.

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max. 1,5 min Betreuung

pro Kind bei 30 Kindern in 45-min Stunde

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3,324 Mio SchĂŒler:innen

im Primarbereich in 2025/26

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ĂŒber 100 Jahre alt

ist das moderne Schulsystem

Das Problem im System

Zusammengefasst: Je mehr LehrkrÀfte, desto höher die QualitÀt der Betreuung und Arbeitsbedingungen, desto mehr LehrkrÀfte

In diesem System-Visualisation-Diagram werden einige AbhÀngigkeiten deutlich.

Jedoch wirken sich einige Ă€ußere Faktoren negativ auf diesen Kreislauf aus. Der Bedarf steigt an und fertig ausgebildete LehrkrĂ€fte gibt es zu wenig, insbesondere in MINT-FĂ€chern. Genau diese LĂŒcke zwischen individuellem Bedarf und verfĂŒgbarer Aufmerksamkeit adressiert TutoKi.

đŸ—ș Strategie

TutoKi verbindet die StĂ€rke von KI – skalierbare, individuelle UnterstĂŒtzung in Echtzeit – mit dem pĂ€dagogischen Rahmen der Schule. Ziel: SchĂŒler:innen zur richtigen Lösung fĂŒhren (nicht vorsagen), LehrkrĂ€fte entlasten (nicht ersetzen) und Zwischenmenschlichkeit erhalten. DafĂŒr steuert TutoKi den Grad der Hilfe situationsabhĂ€ngig und macht transparent, warum welcher Schritt vorgeschlagen wird.

Tutoki zielt nicht darauf ab, Fortschritt um jeden Preis zu bringen, sondern platziert sich eine bewusst wĂŒnschenswerte Zukunft.

🔎 Research und Prototyping

Kurzziel: BedĂŒrfnisse verstehen, Fokus der Hilfe steuern, Risiko „Antwort statt Lernen“ vermeiden.

Interviews

Wir fĂŒhrten GesprĂ€che mit LehrkrĂ€ften und SchĂŒler:innen, leiteten Needs/Pains ab und verdichteten sie zu Personas (je Rolle, Lernstand, Zeitdruck).

Ergebnisse in KĂŒrze:

Prototypen

Drei aufeinander aufbauende Prototypen, jeweils mit klarer Testfrage.

Zu lösen waren zwei Deutsch-Aufgaben, eine mit und eine ohne TutoKi-Hilfe. Beobachtungsschwerpunkt: Mimik, Gestik, genaue Handlungsschritte.

Chancen und Gefahren

⚠

Gefahr von KI im Lernen

KI darf auf keinen Fall grundlegende Lernprozesse ersetzen, nur ergÀnzen

Chancen und Gefahren

KI eröffnet reale Hebel fĂŒr besseren Unterricht – wenn wir sie didaktisch fĂŒhren und klar begrenzen.

Top 3 Chancen

  1. Adaptive Personalisierung: Diagnostik, dynamische Aufgaben, passgenaue Hinweise – mehr Motivation und schnellere Lernfortschritte.
  2. Formatives Feedback & Entlastung: Korrigieren, ErklĂ€ren, Übungsdesign – LehrkrĂ€fte gewinnen Zeit fĂŒr Beziehung und gezielte Förderung.
  3. Neue Lernformate: Rollen-/Abenteuerszenarien und Simulationen – aktives, kontextnahes Lernen statt reiner Reproduktion.

Top 3 Gefahren

  1. Erosion von Kernkompetenzen: KI darf grundlegende Lernprozesse nicht ersetzen; Risiko von AbhÀngigkeit und oberflÀchlichem VerstÀndnis.
  2. Ethik & Datenschutz: Unklare Verantwortung, Bias, Datenzugriffe – erfordern klare Leitplanken und lokale/gesicherte Lösungen.
  3. Schlechte Integration: Überdominante Hilfe, Curriculums‑Mismatch, ungleicher Zugang – ohne didaktische Steuerung sinkt Wirksamkeit.

đŸ“± Die App: Zwei Seiten, ein Lernfluss

TutoKi besteht aus einer LehrkrĂ€fte‑App fĂŒr Aufgabenmanagement und Analysen und einer SchĂŒler:innen‑App als Bibliothek und Fokus‑Editor.

Screenflow mit typischer Nutzung aus Lehrer- und SchĂŒler-Perspektive. Unterrichtsvorbereitung → Verteilung der Arbeitsaufgaben → Bearbeitung der Aufgabe → Nachbereitung/Analyse

Zusammenspiel

FĂŒr LehrkrĂ€fte

FĂŒr SchĂŒler:innen

In ausfĂŒhrlicher Form im User Flow zu betrachten:

Ablauf eines typischen Flows im Unterricht

🎹 UI & Visual Design

đŸ„‚ Outcome

Mein weiteres “Ich”

Ich bin nicht nur Designer und Developer, sondern auch 


Heart

Fotograf: Eine meiner großen Leidenschaften liegt darin, die Welt zu beobachten und die Momente einzufangen, die sonst niemand wahrnimmt. Fotografie schĂ€rft ebenso meinen Ă€sthetischen Blick als Gestalter.

Kino

Kino-Liebhaber: Ich genieße es, Filme zu sehen und mich in die Geschichten und Charaktere zu vertiefen. Kino inspiriert mich und erweitert meinen Horizont.

Heart

Hobbykoch und -BĂ€cker: Mit Leidenschaft tobe ich mich in der KĂŒche aus und bringe die Ergebnisse auch ab und zu mit ins BĂŒro (nur die Unbewaffneten).

Heart

Film- und Musik-Liebhaber: Arthouse, Horror, Sneak-Preview, Filmfestivals, dort findet man mich. Genau wie auf Rock und Electronic-Konzerten.

Heart

Teamplayer: Ich arbeite gut mit den schrĂ€gsten Vögeln zusammen 


Heart

SchrĂ€ger Vogel: 
 denn leicht schrĂ€g bin ich selbst, wie es sich fĂŒr einen kreativen Kopf gehört.

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